Stellungnahme der Fussballabteilung TSG Eintr. Plankstadt zur Umgestaltung des Sportgeländes

21-08-2017 22:47

Nachdem sich schon einige Parteien ,Vereinigungen und einzelne Bürger auch über Leserbriefe zur Sanierung bzw. Verlagerung der Sportstätten geäußert haben , muß nun auch die Fussballabteilung zur Meinungsbildung beitragen und eventuell einige Dinge deutlicher darstellen aus Sicht derer , die dort ihrem Hobby nachgehen .Wenn Leser über einen „hervorragenden Zustand „ der Sportplätze sprechen , haben sie wohl den Kunstrasen lange nicht mehr gesehen . Daß der Kunstrasenplatz kaputt ist und ein neuer erforderlich ist , ist allen Gemeinderäten schon bekannt . Außer dass er in einem sehr schlechten Zustand ist hat er aufgrund seiner Bauweise und seiner Abnutzung die Eigenschaft im Winter zu gefrieren wie ein Hartplatz , es fühlt sich an wie auf Beton . Mit absoluter Sicherheit nicht sonderlich attraktiv um Jugendliche wie Erwachsene für Fussball in Planksatdt zu begeistern . Beim immer wieder angesprochenen Thema grüne Lunge  bleibt mir leider nur der Hinweis , daß ein Kunstrasenplatz ob alt oder neu nicht sonderlich zur „ Atmung „ beiträgt .

Leider sehen bisher alle Betrachter nur die Aussenanlage – der Zustand der Gebäude , im besonderen der Kabinen , wird völlig außer Acht gelassen . Die Gemeinderatsmitglieder haben den Zustand schon begutachtet , allen anderen sei er hier beschrieben . Im TSG Clubhaus Kabinentrakt sind dunkle Wasserflecken und Teile des Deckenputzes bröckeln aufgrund der Feuchtigkeit herunter , die Schiedsrichterkabine ist nicht mehr nutzbar da sich der Fliesenboden wegen der Nässe aufgewölbt hat . In den Kabinen des ehemaligen Eintracht Clubhauses ist nur noch eine Duschkabine , von ehemals dreien , aufgrund von Wasserschäden , nutzbar . Zuletzt mußten wir eine Umkleide wegen Schimmelbefall komplett sperren , da sich durch die marode Aussenwand wasser in den Innenraum des Gebäudes gedrückt hat , ob eine Reparatur des Schadens möglich ist wird derzeit geprüft .

 Wie und ob das Ganze sanierbar ist vermag ich beim besten Willen kaum einzuschätzen , bin aber auch der Meinung vieler anderer , daß am Ende die geplanten Kosten überschritten werden , bekannter weise tauchen bei Teilsanierungen von Altgebäuden immer wieder neue Stellen auf an denen was erhalten werden muß . Derzeit kann man nur von Flickschusterei sprechen , um wenigstens weiterhin Sport betreiben zu können . Im Übrigen müßte ein Spielbetrieb während einer Sanierung aufrecht erhalten werden , wie dies funktionieren soll bei der jetzt schon geringen Kapazität an Umkleide – und Duschmöglichkeiten kann ich nicht erkennen .

Immer wieder gibt es auch Hinweise darauf , daß Plankstadt ausreichend Sporthallen hätte um auch die Bedarfe des Vereins abzudecken . Dem ist definitiv nicht so . Seit vielen Jahren gibt es weder für F - Junioren noch für E-Juniorenmannschaften im Fussball , wir reden hier je nach Jahrgängen über 6 -8 Mannschaften , keine Hallenzeiten im Winter . Die Sennhalle und die Schulsporthalle sind aufgrund des Bodens und der Größe für Fußball nicht geeignet, die Halle der Friedrichschule , wie übrigens die Sennhalle auch , ist ausgebucht , eventuell für eine Mannschaft zeitweise buchbar . Die Mehrzweckhalle ist abgesehen vom Sanierungsbedarf gänzlich überbucht und deshalb für die Fußballer nicht benutzbar . Bleibt für die kleinen Kicker im Winter eben auch nur der schon Eingangs zitierte kaputte , tiefgefrorene Kunstrasen .

Zum Zustand der Sennhalle können wir Fußballer nur wenig sagen , wir können sie ja nicht nutzen . Eins ist aber auch für den Laien zu erkennen , energetisch ist die unisolierte Aussenwand mit Glasbausteinen ein Grab , im Winter wird die Jahnstraße beheizt und nicht die Halle . Die Decke weißt Wasserschäden auf , was auf Undichtigkeiten im Dach hinweißt .In das Dachgebälk selbst ist wohl auch schon Wasser eingedrungen wie man an manch einem Dachbalken deutlich erkennen kann . Zu diesem , und wahrscheinlich noch an anderen Stellen der Halle , dringendem Sanierungsbedarf kommen zusätzliche Auflagen verschiedener Behörden , wie zum Beispiel Brandschutzauflagen , da für provisorische Zwischenlösungen die Genehmigungen ablaufen . 

Gemeinde und Verein würden mit sehr hohen Sanierungskosten belastet , im übrigen wird auch eine neue Laufbahn für die Leichtathleten benötigt , die sehr wahrscheinlich die Planungen überschreiten , wie schon erwähnt gehen bei Sanierungen oft neue Löcher auf . Wie lange die sanierten Gebäude dann halten ist auch sehr ungewiss . Ich zitiere hier gerne einen Leserbriefschreiber der sagte ,“ wir müssen für die Zukunft denken „ und da kann ich nur ergänzen , dann aber auch für die Zukunft bauen , ohne dabei alle Beteiligten maßlos zu überschulden . Daher ist eine Verlagerung die einzige Möglichkeiten Geld für die entstandenen  Kosten zurück zu bekommen .

Lassen sie mich noch ein Wort zu der kritisierten Entfernung des ausgewählten Standortes sagen , ich komme ja auf sehr viele Sportplätze , die meisten  davon liegen nicht mitten drin sondern am Ortsrand und am Beispiel der SG Viernheim möchte ich kurz erklären was ausserhalb ist – das Gelände ist nur über eine Umgehungsstrasse zu erreichen , liegt in einem sogenannten Familienfreizeitgebiet , die Anfahrt ist mit dem Fahrrad kaum möglich , für Kinder unmöglich . Weitere Beispiele aus der näheren Umgebung wären Ketsch , Schwetzingen oder Hockenheim , Reilingen , Neulussheim usw , immer wieder am Stadt- oder Ortsrand .

Meine Bitte an Sie liebe Leser , nehmen Sie an der Bürgerbefragung teil und bedenken sie alle Umstände bei Ihrer Entscheidung .

Ralf Waldherr

Stellv. Abteilungsleiter Fußball

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